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Is(s)t BIO besser?

Aktualisiert: März 16

Sind Lebensmittel aus biologischer Herkunft allgemein gesünder als solche aus konventioneller Landwirtschaft? Welche konventionellen Lebensmittel sind für mich dennoch geeignet, weil sie generell weniger schadstoffbelastet sind? Bei welchen Nahrungsmitteln und bei welchen Herkunftsländern sollte ich dagegen besonders auf Bio achten?

Herzlich Willkommen in der academy!


Ein schwierigeres Thema hätten wir uns zum Start der academy wohl kaum aussuchen können, oder? Das Thema Bio – Ja oder Nein ist ein Dauerbrenner: Ob im Internet, auf den verschiedenen Plattformen, in den Medien oder auch in der geselligen Runde am Abend – darüber, wie gesund wir wirklich essen, wenn wir auf Bio achten, wird überall gesprochen.


Nach einer unserer ausführlichsten Recherche ever haben wir für Euch diesen Blogartikel verfasst, der das zusammenfasst, was Ihr wirklich wissen solltet. Um Euch das Lesen und das Verständnis zu erleichtern, haben wir Euch die wichtigsten facts direkt verlinkt und Ihr findet unter dem Blog eine Übersicht über verwendete Studien, links und andere wissenschaftliche Quellen.


Da auch wir nicht jedes Thema letztendlich hundertprozentig klären können, geben wir Euch am Ende jedes Blogbeitrags eine Zusammenfassung, die unseren persönlichen Umgang mit dem Thema darstellt. Wir freuen uns, wenn unser Weg ein Hilfe für Euch sein kann – und genauso über Euer feedback – hier, auf facebook oder auf auf instagram.


Euer Team von




"bewusst gesund leben"


Studien zur Pestizidbelastung in Lebensmitteln – eine Übersicht


Substanzen wie Organophosphate, Organochlor, PBC, Dioxine der Schwermetalle – sind sie wirklich in konventionellen Nahrungsmitteln mehr vorhanden als in Bio-Lebensmitteln? Ist das bei allen Lebensmitteln gleich? Wie kann ich selbst damit umgehen, eventuell Geld sparen und meine Gesundheit schützen?


In 2015 veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz (1) Ergebnisse, welche die Belastung verschiedener konventionell angebauter Lebensmittel zusammenfassend darstellte. Demnach haben die höchste Belastung (weniger als 30% der Proben unbelastet) mit Pestiziden folgende konventionelle Nahrungsmittel:

  • Bei Obst: Ananas, Äpfel, Aprikosen, Birnen, Feigen, Granatäpfel, Grapefruit, Kirschen, Limetten, Mandarinen, Mangos, Melonen, Orangen, Pitahaya, Pfirsiche, Wein-/Tafeltrauben, Zitronen, getrocknete Aprikosen, Rosinen

  • Bei Beeren: Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren

  • Bei Gemüse: Bohnen, Feldsalat, frische Kräuter, Lauchzwiebeln, grüner Salat, Grünkohl, Knollensellerie, Kraussalat, Okra, Rosenkohl

  • Bei Sonstigen: Birnensaft, Wein, Linsen


Bei Wein-/Tafeltrauben, Kirschen, Äpfel, Pfirsichen, Johannisbeeren, Grapefruit, Rucola, Grünem Salat und Birnen fanden sich sogar Mehrfachbelastungen, deren Bedeutung wir Euch später erläutern.


Die geringste Belastung (>70% der Proben unbelastet) konventioneller Lebensmittel zeigten:

  • Bei Gemüse: Blumenkohl, Mangold, Rhabarber, Spargel, Zuckermais, Zwiebeln

  • Bei Nüssen: Erdnüsse, Kürbiskerne, Haselnüsse, Maronen, Pinienkerne

  • Bei Sonstigen: Apfelsaft, Rapsöl, Sonnenblumenöl.


Auffallend ist dabei, dass Obst in der Tabelle „geringste Belastung“ nicht aufgeführt wird. Dies wird in der Folge auch durch die Greenpeace – Studie bestätigt.


Ihr könnt Euch daher bereits an dieser Stelle merken: Bei Obst solltet Ihr zu Bio greifen, da es oftmals pestizidbelastet ist.


💡 TIPP: Bei Obst generell Bio wählen.


Bereits ein Jahr vor Veröffentlichung der genannten Daten brachte Greenpeace die Ergebnisse einer groß angelegten Untersuchung heraus (2), die sich mit Pestiziden im Essen beschäftigte. Die gesamte Studie kann bei Greenpeace selbst angefordert werden.


Interessant ist, dass bei dieser Studie auch die sogenannten Mehrfachbelastungen untersucht wurden. Dazu eine kurze Erklärung: in Deutschland sind bei Pestiziden zwar die Höchstwerte pro Pestizid, das im Nahrungsmittel vorkommt, definiert – nicht aber die Anzahl an verschiedenen Pestiziden. Und gerade der toxische Cocktail verschiedener Umweltgifte ist für den Organismus schwieriger zu verarbeiten – wir sind ja auch schneller betrunken, wenn wir Wein, Bier und Schnäppies durcheinander trinken 😊.


In der Studie stellten sich beispielsweise Trauben und Weintrauben als besonders stark mehrfachbelastet heraus. Sie können bis zu 24 verschiedene Spritzmittel enthalten – hier solltet Ihr also auf jeden Fall Bio wählen, wenn Ihr Euch schützen wollt.


💡 TIPP: Trauben und Weintrauben immer aus biologischem Anbau wählen.


Die Ergebnisse der Greenpeace-Studie zeigen auf, dass eine Ernährung auf dem Boden biologischer Landwirtschaft viele Vorteile hat, denn

  • Bio ist generell weniger schadstoffbelastet (im Durchschnitt 82% unbelastet)

  • Bio enthält weniger verschiedene Spritzmittel

  • Bio scheint eine höhere Nährstoff- und Antioxidantiendichte zu haben


Konventionelle Lebensmittel dagegen sind nach den Ergebnissen der Studie:

  • Bei Gemüse und Obst deutlich mehr belastet (Gemüse nur in 43%, Obst sogar nur in 20% der Fälle unbelastet)

  • Bei exotischen Früchten (Papaya, Mango, Ananas) sehr stark belastet

  • Bei Zitrusfrüchten und Bananen sehr stark belastet

  • Bei Herkunft aus Südländern (Asien, Südamerika, Türkei) ebenfalls deutlich belastet.


Deutsches Gemüse schneidet übrigens bei konventionellem Anbau insgesamt gut ab – bis auf die Äpfel.


💡 TIPP: Äpfel immer Bio – gerade aus Deutschland.


Die Top 10 der Positiv- und Negativliste konventioneller Nahrungsmittel


Bei vielen Nahrungsmittel ist Bio sehr wichtig. Wo aber ist es möglich, auch Nahrungsmittel aus konventioneller Landwirtschaft zu verwenden? Kann ich bei manchen Nahrungsmitteln vielleicht Geld sparen und dennoch gesund essen?


Daten aus der USA sind oftmals gut vergleichbar zur Situation in Deutschland. Hier (3) haben wir Euch eine Quelle herausgesucht, welche die Tops und Flops konventioneller Nahrungsmittel darstellt.


Zusammengefasst sind die Top 10 der Positiv- und Negativliste konventioneller Nahrungsmittel folgende:


Positiv/meist nicht belastet:

  • Avocado

  • Zuckermais

  • Ananas (nach BVL/Greenpeace nicht ok!)

  • Kohl

  • Erbsen, gefroren

  • Zwiebeln

  • Spargel

  • Mango (nach BVL/Greenpeace nicht ok!)

  • Papaya (nach BVL/Greenpeace nicht ok!)

  • Kiwi


Negativ/sehr häufig belastet:

  • Erdbeeren

  • Äpfel

  • Nektarinen

  • Pfirsiche

  • Sellerie

  • Weintrauben

  • Kirschen

  • Spinat (ok, wenn aus Deutschland und Italien)

  • Tomaten

  • Paprika


Ok, wir geben zu, die Listen sind schwierig auswendig zu lernen. Müsst Ihr aber nicht. Wir freuen uns, wenn Ihr ab und zu bei uns vorbeischaut 😉. Falls Ihr Anmerkungen oder Erweiterungen zu den Listen habt, mailt uns das gerne!


Höhere Dichte an Antioxidantien in Bio-Nahrungsmitteln


In einer großen Literaturrecherche aus dem Jahr 2014 (4) wurde eine systematische Analyse verschiedener Studien aus den vergangenen Jahren durchgeführt. Neben der geringeren Pestizidbelastung, in der Studie direkt mit geringeren Cadmium-Konzentrationen dargestellt, wurden auch höhere Nährstoffdichten im Bereich Antioxidantien in Bio-Nahrungsmitteln gefunden. Die Studien zeigten dabei insbesondere im Bereich Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders wertvoll für den Organismus sind) bis zu 69% mehr Antioxidantien in Bio-Nahrungsmitteln.


Viele der genannten Antioxidantien sind sehr wertvoll für den Organismus, da sie die Risiken für die Entstehung verschiedener chronischer Krankheiten reduzieren können. Insgesamt wurden für die genannte Literaturrecherche 343 Papers analysiert – das sollte reichen, um sich für Bio zu entscheiden.


Warum die meisten Bio-Nahrungsmittel mehr Nährstoffe enthalten, lässt sich nur vermuten. Weil die Pflanze glücklicher ist? Weil sie selbst nicht vergiftet ist? Weil sie mit mehr Liebe und Zuneigung gepflegt wird?


Die allgemeine wissenschaftliche Ansicht zu diesem Thema ist, dass die Pflanze durch den geringeren Schadstoffgehalt weniger Nährstoffe verbraucht, weil viele Stoffwechselvorgänge nicht gestört werden. Schwermetalle wie Cadmium wirken sich nämlich auf die Energieproduktion (ATP) in Zellen – genauer gesagt in den Energiekraftwerken, den Mitochondrien, aus. Und diese scheinen bei pflanzlichen Zellen nochmal differenzierter zu arbeiten als beim uns Menschen (5). Die meisten Pestizide, insbesondere Schwermetalle erhöhen den Verbrauch von sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien in Pflanzenzellen, weil durch die Vergiftung der Mitochondrien eine Art „unvollständiger Stoffwechsel“ entsteht.


Ihr könnt Euch das ungefähr so vorstellen, als ob Ihr in Euer Auto anstatt Benzin Öl in den Takt füllt. Der Motor läuft dann noch eine gewisse Zeit – aber es geht vieles dabei kaputt.


Klingt logisch, oder? Übrigens: das machen die Schadstoffe auch in unserem Körper. Je biologischer Ihr Euch ernährt, desto weniger Zellstress entsteht im Körper und desto mehr Ressourcen spart Ihr. Wofür Ihr die verwenden könnt? Für alles, was Euch Freude macht 😉.


Was macht mehr krank: ungesunde Ernährung oder Schadstoffbelastungen?


Und, was meint Ihr? Die Antwort ist: ungesunde Ernährung, eindeutig.


Die Studienlage ist eindeutig: es reicht nicht aus, nur auf Bio zu achten. Wenn ich nur biologische Milchschokolade esse, werde ich auf Dauer wenig für meine Gesundheit tun. Es geht vor allem um die Art der Ernährung, die ich täglich führe.


Ungesunde Ernährung und alles, was man darunter versteht – und wir Euch in den kommenden Blogs erläutern – ist neben Rauchen der Hauptfaktor für chronische Krankheiten wie Herz-Kreislaufkrankheiten oder Krebs (6) (7). Zwar können Krankheiten (z.B. ADHS) durch Pestizide wie Organophosphate studienbelegt ausgelöst werden (8), dennoch finden wir insgesamt wesentlich mehr Studien, die eine ungesunde Ernährung als Hauptfaktor für chronische Krankheiten identifizieren.


✏️ Unser Fazit


Eine vollwertig pflanzliche Ernährung ist auch dann noch gut, wenn sie teilweise konventionelle Nahrungsmittel enthält. Wichtig ist, dass genug Obst/Gemüse gegessen wird – wenn es zusätzlich biologisch hochwertig ist, ist das optimal – wenn nicht, dennoch gut.


Parallel dazu macht es aufgrund der Studienlage Sinn, bei den meisten Obstsorten, besonders aber bei Südfrüchten, Trauben, Zitronen und Bananen, auf Bio-Qualität zu achten. Bei Herkunft aus südlichen Ländern wie Afrika, Südamerika oder der Türkei ist Bio generell zu bevorzugen – darauf solltet Ihr achten.


Gemüse könnt Ihr meistens auch aus konventioneller Herkunft verwenden – solange Ihr mit einem Auge auf die Positiv- und Negativlisten der Greenpeace-Studie schielt.


Wer von Euch sich optimal mit Nährstoffen versorgen möchte, sollte generell Bio wählen, da die im Durchschnitt die Nährstoffdichte höher ist. Schwermetalle sind für den Organismus auch schwierig zu entgiften – wir empfehlen daher generell Bio.


Wie machen wir das?


Wir sind der Meinung, dass eine gesunde Ernährung die Basis für alles ist. Daher achten wir in mindestens 80% der Fälle auf alles, was wir Euch oben genannt haben. Dennoch sollte es kein Stress für uns sein, wenn wir über unsere Nahrung zu viel grübeln.


Ihr solltet bedenken: nichts zu essen zu haben, war über lange Phasen der Menschheitsgeschichte ein existentielles Problem. Daher kann dieses Thema extremen Stress verursachen, wenn wir uns zu viele Gedanken machen. Entspannt Euch also beim Essen, auch wenn es mal nicht den Empfehlungen entspricht. Versucht, einfache Umstellungen dauerhaft in Euer Leben zu integrieren – straft Euch aber auch nicht, wenn Ihr mal sündigt.

Ich für meine Zwecke habe Wege entwickelt, um gesunde Ernährung in mein Leben dauerhaft zu integrieren. Wenn ich auswärts esse, versuche ich vorwiegend Gemüse zu bestellen, weil ich damit relativ sicher sein kann. Und wenn es das mal nicht gibt, oder ich mal Lust auf etwas anderes habe, dann gönne ich mir das – denn mit gutem Gefühl zu essen, fördert meine Neurotransmitter und meine Endorphine – und damit macht es mich glücklich.


Übrigens:

Wer auf sicher gehen will, nimmt einfach zu jedem Essen eine Kapsel Activomin® ein.

Activomin® bindet sehr viele verschiedene Pestizide, unter anderem auch Glyphosat. Für Euch haben wir mit der Eröffnung der academy extra einen besseren Preis ausgehandelt 😉.


Probiert es aus – es wird Euch überzeugen!



Euer Team von




"bewusst gesund leben"


(1) (https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/themen/ernaehrung-lebensmittel/schadstoffe/welche-lebensmittel-sind-pestiziden-belastet)

(2)https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/kurzinfo_pestizide_screen_0.pdf

(3) https://www.ewg.org/foodnews/clean-fifteen.php

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24968103

(5) http://deutsche-botanische-gesellschaft.webseiten.cc/konferenz-zur-mitochondrienforschung?back=97&cHash=581437ca38fb5ddb1a7ea6c39e004a0f

(6) T. Campbell – The China Study

(7) https://www.youtube.com/watch?v=3g1denSoAbc

(8) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20478945

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